Messerangriffe werden bundesweit erfasst

Die Frage einer möglichen Zunahme von Messerattacken in Deutschland wird in letzter Zeit umfassend diskutiert, jedoch fehlen statistische Angaben dazu. Dies soll sich nun ändern, wie der Innenminister Thüringens Georg Maier gegenüber MDR offenbarte.

Messerangriffe werden bundesweit erfasst

Dem SPD-Politiker zufolge sollen Messerangriffe künftig deutschlandweit statistisch erhoben werden.

Eine entsprechende Entscheidung wurde von den Innenministern der Bundesländer in Magdeburg getroffen, so MDR.
„Wir wissen aber jetzt schon, dass es einen besorgniserregenden Anstieg gab. Um solche Angriffe genauer zu erfassen, haben wir auf Bundesebene die Initiative ergriffen“
Die Gesetzänderung würde fordern, dass bei Erfassung der Tat in den Polizeiakten vermerkt würde, dass der Angreifer ein Messer benutzt hat.

Die Umsetzung dieser Initiative werde allerdings noch etwas dauern, so Maier.

Das größte Problem ist dabei laut dem Landesvorsitzenden der Polizeigewerkschaft in Sachsen-Anhalt, Uwe Bachmann, die Definierung eines Messers. Dennoch erachtet Bachmann die Idee einer statistischen Erfassung von Messerattacken als sinnvoll.

„Und Thüringens Innenminister Maier schwebt vor, Waffenverbotszonen dort einzurichten, wo es häufig zu Messerangriffen kommt. Denn in Waffenverbotszonen können keine Messer mitgeführt werden“, resümiert MDR.

Die Umsetzungsmöglichkeiten für den gesonderten Vermerk von Messerdelikten sollen bis zur Herbstsitzung der Innenminister geprüft werden.

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