VW verliert Milliarden Euro

Der deutsche Autokonzern Volkswagen hat Kosten aus Diesel-Skandal beziffert. Alleine in diesem Jahr muss das Unternehmen mehrere Milliarden Euro aufwenden.

VW verliert Milliarden Euro

Nach Angaben von Finanzvorstand Frank Wittwer muss Volkswagen in diesem Jahr 5,5 Milliarden Euro für Kosten aus dem Diesel-Skandal aufwenden.

„Im kommenden Jahr rechnen wir mit einer Summe von etwa zwei Milliarden Euro, 2020 sollte es noch rund eine Milliarden Euro sein“, zitiert die Agentur Reuters Wittwer am Samstag.
Insgesamt hat VW seit 2015 wegen des Diesel-Skandals über 27 Milliarden Euro gezahlt. Die Summe umfasst Bußgelder, Entschädigungen für Investoren und Kunden sowie technische Umrüstungen, um die zu hohen Emissionswerte der Diesel-Fahrzeuge zu senken.

Zuvor war berichtet worden, dass VW in Deutschland 7000 Stellen abbaut. Der Konzern starte seine Offensive in der E-Mobilität. Damit sei der große Stellenabbau verbunden, weil E-Autos weniger aufwändig herzustellen seien, hieß es im Bericht von F.A.Z. am Donnerstag. An den Standorten Hannover und Emden, wo etwa 22.000 Mitarbeiter beschäftigt sind, sollen über die nächsten Jahre rund 7000 Arbeitsplätze wegfallen. Der Stellenabbau soll „über die natürliche Fluktuation und Altersteilzeit” erfolgen. Beschäftigte in befristeten Arbeitsverhältnissen sollten Verträge bei Porsche oder dem Standort Kassel angeboten bekommen. Emden solle ab 2022 E-Autos herstellen – sowohl elektrische Kleinwagen als auch Limousinen.

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